Die alten Eheleute Hazel sehnen sich nach einem friedlichen Lebensabend auf dem Land. Als sie ihr kleines Traumhaus beziehen, dürfte ihrem Glück eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Doch dann lernen sie ihren Nachbarn kennen ? Ein Psychothriller mit hintergründigem Witz.
Das Ehepaar Hazel hat sich einen Traum erfüllt: für den friedlichen Lebensabend das kleine Häuschen auf dem Land, glyzinienumrankt, in schöner Abgeschiedenheit. Auf Sichtweite nur noch das Häuschen des einzigen Nachbarn. So sollte ihrem Glück im Verborgenen nun nichts mehr im Wege stehen - bis zu dem Tag, an dem sich dieser Nachbar zum Kaffee einlädt. Bis dahin nichts Ungewöhnliches. Doch er kommt wieder. Schlag vier steht Palamède Bernardin nun täglich vor ihrer Tür. Und lässt sich weder mit Tricks noch mit deutlichen Hinweisen abwimmeln. Ein Alptraum beginnt sich einzunisten. Die beiden Alten fühlen sich in ihrem Häuschen bald wie in einer belagerten Festung. Émile Hazel, ehemaliger Lehrer und Altphilologe, ist am Ende seiner Geduld. Dennoch - gerade ihm, dem die Grundregeln abendländischer Zivilisiertheit in Fleisch und Blut übergegangen sind, wird schmerzlich bewusst, dass sich sechsundsechzig Jahre makelloser Höflichkeit nicht einfach abschütteln lassen. Wirklich nicht? Die Pein, die ihnen der Störenfried zufügt, erreicht allmählich ihren Höhepunkt? Ein Psychothriller, der Alptraum, Endzeitstimmung und schlagfertigen Witz zu einem atemberaubenden Lesegenuss vereint.
»Nothomb ist eine Spielernatur, ihr Metier sind die Worte. Und sie beherrscht alle Tricks.«