Manchmal zeigt sich Mut in einem grossen Schritt ins Unbekannte. Manchmal in einem leisen «Nein», in einem offenen Wort, im Aushalten von Angst, im Neubeginn oder im Festhalten an der Hoffnung. Mut begleitet uns in den aussergewöhnlichsten Momenten des Lebens ebenso wie im Alltag oft dort, wo ihn niemand sieht.
Diese aussergewöhnliche Kurzgeschichtensammlung vereint die Stimmen bekannter Autorinnen und Autoren sowie neuer literarischer Talente aus Graubünden. Entstanden im Rahmen des Literaturwettbewerbs «Graubünden schreibt», erzählen die Geschichten von persönlichen Grenzerfahrungen, inneren Kämpfen, grossen Entscheidungen und kleinen Heldentaten. Sie führen in die Bündner Bergwelt und weit darüber hinaus, berühren historische Ereignisse ebenso wie aktuelle Themen und eröffnen überraschende Perspektiven auf das, was Mut bedeuten kann. Denn Mut beginnt oft mit einer einzigen Entscheidung.
Die Vielfalt des Buches spiegelt sich auch in den Menschen wider, die es geschrieben haben: Die Altersspanne der Autorinnen und Autoren reicht von 10 bis 89 Jahren. Enthalten sind zudem die beiden prämierten Gewinnertexte des «Graubünden schreibt»-Nachwuchswettbewerbs. Die Erzählungen erscheinen in allen drei Kantonssprachen Graubündens - Deutsch, Rumantsch und Italienisch und machen die sprachliche und kulturelle Vielfalt des Kantons auf besondere Weise erlebbar.
Mal poetisch, mal bewegend, mal humorvoll oder nachdenklich zeigen die Texte, dass Mut keine Frage von Alter, Herkunft oder Lebensweg ist. Er entsteht überall dort, wo Menschen über sich hinauswachsen, Verantwortung übernehmen oder trotz Unsicherheit ihren eigenen Weg gehen.
«Graubünden schreibt - Das Novellenbuch» lädt dazu ein, die grosse Geschichtenvielfalt Graubündens zu entdecken, generationsübergreifend, mehrsprachig und voller überraschender Perspektiven.
Geschrieben wurden die Texte von 17 Kreativen: Coni Allemann, Linard Candreia, Lara Catschegn, Flurin Caviezel, Gabrielle Götz, Daniela Hunger-Gujan, Monika Hürlimann, Michael Lötscher, Yvonne Michel Conrad, Gerry Mottis, Angelika Overath, Olga Prevost, Christian Ruch, Jörg Rutz, Barbara Esther Siegrist, Simon Walser und Timothée Cendroux.
«Die erfahrenen Autorinnen und Autoren leihen den neuen ihre Sichtbarkeit, und die neuen erinnern die erfahrenen daran, wie alles einmal angefangen hat.»
Valérie Favre Accola, Designierte Vorsteherin des Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartements Graubünden