In dieser intensiven und provokanten Sammlung kurzer Geschichten signiert der Schriftsteller Giuseppe Sirugo das letzte Kapitel des Zyklus, der Pater Josef gewidmet ist. Ein in drei Sätze unterteiltes Werk, das die schmale und gefährliche Grenze zwischen dem Heiligen und dem Profanen erforscht.
Die Qual: Zwischen den Mauern einer Kirche auf den Hügeln von Turin entdeckt Pater Josef ein geheimes Manuskript seines Vorgängers Gefundener Allein (Trovato Solo), das die Illusion des Zölibats entlarvt. Angetrieben von einer neuen und ungenierten "Philosophie des Fleisches", vollzieht der Priester seine Metamorphose und verwandelt sich in einen charismatischen Anführer, der die Transgression zu einer häretischen Liturgie macht.
Die Begegnungen: Eine dichte Schichtung von Leben und Widersprüchen, in der sich die äußerst angespannte Beziehung zwischen Pater Josef ? einem Riesen, der durch ein mönchisches Gewand und eine sexuelle Legende geschützt ist ? und Elenina, einer brillanten Richterin, die an die Konkretheit der Gerichte gewöhnt ist, abspielt. Eine erbarmungslose Untersuchung darüber, was passiert, wenn die Illusion auf die Realität prallt und die Leere hinter der Fassade enthüllt.
Traumfragment: Das Epilog, in dem die Grenze zwischen Realität und nächtlichem Albtraum verschwimmt und den Protagonisten in eine Sonntagsmesse hineinzieht, die zur grotesken Darstellung seines eigenen Scheiterns wird, aufgrund einer hartschwänzigen Erektion, die er zwischen den Beinen hat.