62 Gespräche mit Stars aus herkömmlichen und entlegenen Genres. Das Spektrum ist durchaus weit. Da tummeln sich französische Chansonnièren und Wiener Strizzis, amerikanische Jazzdiven und resolute Jodlerinnen. Am Ende weiß man nicht mehr, was der Unterschied zwischen Avantgarde und Schlager ist.
Samir H. Köck scheiterte 1990 an seinem ersten Interview mit seinem Lieblingssänger Van Morrison. Er bekam ihn nie mehr wieder vors Mikrofon. Doch dieses Schockerlebnis war der Auftakt für einen Gesprächsmarathon mit etwa 2500 Künstlerinnen und Künstlern in den nächsten 35 Jahren.
Hier ist eine Best-of-Auswahl dieser Begegnungen. Tom Waits holte ihn in einem Chevrolet-Pick-up von einer Bushaltestelle in Kalifornien ab. Mit Amy Winehouse trank er zu viele Cocktails in Berlin. Und der legendäre Little Jimmy Scott kam gar ins Wohnzimmer zu ihm nach Hause. Mit dem gottesfürchtigen Soulsänger Al Green erörterte er die Fallstricke weltlicher Verehrung. Nine-Inch-Nails-Frontmann Trent Reznor erklärte ihm, warum er zornig wurde, als Johnny Cash "Hurt" coverte. Francoise Hardy erzählte ihm, wie schmuddelig ihr Verehrer Bob Dylan in den Sechzigerjahren war. Und Proto-Punk Iggy Pop schwärmte seinerseits vom Chateaubriand, das ihm Hardy vor einem gemeinsamen Duett zubereitete.