Die Bekenntnisse des heiligen Augustinus verbinden Gebet, Autobiographie und Theologie: In einem an Gott gerichteten Bericht führt Augustinus von jugendlicher Rastlosigkeit, rhetorischem Ruhm und manichäischer Phase über neuplatonische Einsichten zur Bekehrung in Mailand und zur Taufe durch Ambrosius. Stilistisch verschränkt der lateinische Meister Bibelzitate, Rhetorik und Analyse. Zentrale Meditationen gelten Erinnerung (Buch X), Zeit und creatio ex nihilo (XI-XIII) sowie der geistlichen Auslegung der Genesis. Aurelius Augustinus (354-430), in Thagaste geboren und als Rhetor in Karthago, Rom und Mailand ausgebildet, schrieb die Confessiones um 397-401. Geprägt von Manichäismus, Skepsis, den libri Platonicorum, den Predigten des Ambrosius und der Ausdauer seiner Mutter Monika, suchte er eine Sprache für Umkehr, Gnade und Wahrheit; sein späteres Bischofsamt in Hippo verlieh dem Werk seelsorgerliche Dringlichkeit. Empfehlenswert ist dieses Buch für alle, die die Entstehung christlichen Selbstverständnisses und die Anfänge lateinischer Theologie verstehen wollen: für Philosophinnen und Philosophen, Theologinnen und Theologen, Historikerinnen und Historiker sowie Suchende. Es vereint intellektuelle Strenge mit existenzieller Ehrlichkeit und eröffnet einen bleibenden Zugang zu Fragen nach Wahrheit, Zeit, Gedächtnis und Freiheit.
Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar - destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Autorenbiografie · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.