Mit sich und der Welt übereinzustimmen klingt zunächst erstrebenswert. Doch wie geht es weiter? Wenn alles seinen Platz und seine Ordnung hat, nicht mehr hinterfragt und nicht mehr ausprobiert wird, verfestigt sich die Koinzidenz zur Ideologie. Wenn die Rufe nach Veränderung verhallen, bleibt nur der Versuch, durch De-Koinzidenz, durch kleinste Verschiebungen und Abweichungen, Risse in die versteinerten Verhältnisse zu treiben. Mit der De-Koinzidenz öffnet sich das Mögliche neu. Jullien folgt ihrem Wirken in Philosophie, Kunst und Religion, im Leben des Einzelnen und unserem Zusammenleben - und zeigt, dass kleine Risse sich zu größeren Veränderungen verbinden können.