In Arlesheim kreuzen sich die Wege dreier Frauen, die die Geschichte des Ortes geprägt haben. Obwohl durch Jahrhunderte getrennt, verbindet sie ein gemeinsames spirituelles Erbe.
Die Anfänge des Ortes Arlesheim sind eng mit Odilia, der Äbtissin zweier Frauenklöster am Odilienberg im Elsass, verbunden. Als Blindgeborene, die der Legende nach durch die Taufe sehend und damit auch zum Sinnbild für ein geistiges Erwachen wurde, bildet sie den Ursprung eines kraftvollen Heilimpulses, der bis in die Gegenwart und bis nach Arlesheim führt. Balbina von Andlau schuf als Mit initiantin mit der Ermitage einen Landschaftsgarten, dessen Attraktionen mit einem Mysterienkult in Verbindung
stand, wie er im 18. Jahr hundert in gebildeten Kreisen Mode war. Und die Ärztin Ita Wegman, eine der
engsten Mitarbeiterinnen Rudolf Steiners, gründete hier in Zusammenarbeit mit ihm zwei therapeutische Einrichtungen,
die weltweit impulsgebend für die Anthroposophische Medizin und Heilpädagogik wirken. Ihr tiefes Anliegen war, das Medizinisch-Therapeutische wieder in eine intensive Beziehung zum Mysterienwesen zu bringen.