»Etwas ist falsch. Bloß habe ich keine Ahnung, was.«
Auf der Suche nach dem Ursprung ihres diffusen Gefühls, nirgends dazuzugehören, blickt Mirabell in ihre Familiengeschichte. Doch statt Antworten findet sie nur ein Geflecht aus Leerstellen und Halbwahrheiten, weitergegeben wie in einem endlosen Stille-Post-Spiel: Eine Urgroßmutter, die verschwand. Eine Großmutter, die nicht mehr leben wollte. Eine Mutter, die schweigt. Wie nähert man sich einer so lückenhaften Vergangenheit an? Je mehr Brüche Mirabell aufspürt, umso deutlicher ahnt sie, dass das Ungesagte bis heute fortwirkt - und dass sie ihre eigene Geschichte selbst schreiben muss.
Ein kluger, feinfühliger Roman über vier Frauen, deren Leben über Jahrzehnte miteinander verwoben sind - und über die Frage, ob wir Wahrheit wirklich erinnern oder vielleicht erfinden müssen, um leben zu können.
Vier Frauen, vier Generationen - verbunden durch das, was nie erzählt wurde: Mirabell sehnt sich nach Nähe und kann sie doch nicht zulassen. Die Suche nach Antworten führt sie in ihre Familiengeschichte, die einem Stille-Post-Spiel gleicht; bruchstückhaft weitergegeben, bis niemand mehr weiß, was wahr ist oder erfunden. Warum verschwand ihre Urgroßmutter? Wieso wollte ihre Großmutter nicht mehr leben, und warum schweigt ihre Mutter? Mirabell ahnt, dass das Ungesagte bis heute fortwirkt - und dass ihre eigene Geschichte gerade erst beginnt.
Poetisch, klug und schmerzhaft offen erzählt Pauline Hatscher von vier Frauen, deren Leben über Jahrzehnte miteinander verwoben sind - und von der Frage, ob wir Wahrheit wirklich erinnern oder vielleicht erfinden müssen, um leben zu können.