Ahmad Milad Karimi steht vor einem Kreuz. Sein muslimischer Glaube sagt Nein: Der Koran verneint die Kreuzigung Jesu. Und doch kann Karimi sich diesem Bild nicht entziehen. Und er spürt eine Erschütterung, die er nicht einfach beiseiteschieben kann. Er beschreibt diese innere Spannung: die eigene Treue zum Islam und das Staunen vor dem Glauben, dass Gott selbst Mensch wurde und den Tod am Kreuz auf sich nahm. Der muslimische Autor übernimmt das christliche Bekenntnis nicht, aber er nimmt es ernst: als geistige Erfahrung, als Ausdruck einer Liebe, die Gott in äußerster Nähe denkt. Eine muslimische Liebeserklärung an das Christentum: kein harmonisierender Dialog, sondern ein Ringen mit dem Anderen. Karimi entdeckt im Fremden eine Schönheit, die seinen Glauben nicht auflöst, sondern vertieft.
Ein Buch über die Hoffnung, dass der eigene Glaube im Blick auf den Anderen reifer wird.
Ahmad Milad Karimi steht vor der Krippe und dem Kreuz. Sein muslimischer Glaube sagt Nein: Der Koran lehnt die Vorstellung ab, dass Gott Mensch geworden ist und dass Jesus gekreuzigt wurde. Und doch kann Karimi sich diesen Bildern von Jesus nicht entziehen. Er spürt eine Erschütterung, die er nicht einfach beiseiteschieben kann. Er beschreibt seine innere Spannung: die eigene Treue zum Islam und das Staunen vor dem Glauben an einen Mensch gewordenen Gott, der den Tod am Kreuz auf sich nahm. Die Liebeserklärung eines Muslims an das Christentum: kein harmonisierender Dialog, sondern ein Ringen mit dem Anderen. Karimi entdeckt im Fremden eine Schönheit, die den eigenen Glauben nicht auflöst, sondern vertieft.