Das Buch liefert ein alternatives Konzept zur Schulentwicklung, bei dem die Schüler im Zentrum stehen: Die Lebensinteressen der Lernenden begründen demnach die Vitalität der Schulentwicklung und nicht von außen formulierte Zielvorgaben.
Entgegen den gängigen Schulentwicklungskonzepten versucht der Band nicht die Dynamik der Schulentwicklung aus der Perspektive der Schulleitungssteams bzw. der Steuerungsgruppen heraus zu begründen. Vielmehr rücken die theorie- wie praxisorientierten Beiträge das pädagogische Kerngeschäft in den Mittelpunkt - die Lern-Lehr-Verhältnisse in der Lerngruppe. Schulprozesse begründen sich demnach aus den Kompetenzen und vor allem den Lebensinteressen der am Lernprozess Beteiligten. Schulorganisation hat dann die Aufgabe, die Projekte der Lerngruppen zu unterstützen. Die gesellschaftliche Instrumentalisierung des Bildungsprozesses wird aus dieser Sichtweise kritisch beschrieben und Schulentwicklung im Konzept "Schule als Ort kooperativer Selbstverständigung" neu bestimmt.